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Worauf muss man beim Bluffen achten? Tips + Tricks

Das Bluffen beim Pokern | Wie es funktioniert und wann es sinnvoll ist...

Das Bluffen beim Pokern (Bild: Pexels)

Bluffen nimmt beim Pokern viele Formen an und ist eine notwendige sowie auch profitable Ergänzung zu Ihrer Strategie. Zum falschen Zeitpunkt oder gegen die falschen Gegner kann ein Bluff aber auch sehr kostspielig sein.

Dieser Artikel erklärt Ihnen, wie Sie den Bluff beim Pokern einsetzen sollten um Ihre Poker-Gewinne zu maximieren - und um kostspielige Fehler beim Bluffen zu vermeiden. Wir beginnen mit der Unterscheidung verschiedener Arten von Poker-Bluffs. Danach beschäftigen wir uns damit, wann der optimale Zeitpunkt zum Bluffen ist und wann Sie das Bluffen lieber vermeiden sollten.



Zum Schluss diskutieren wir darüber, wie Sie Ihre Bluffs an bestimmte Gegnern anpassen müssen. Die Grundtheorie, die hinter dem Bluff beim Poker steckt ist, den Gegnern zu vermitteln, dass Ihre Hand stärker ist als in Wahrheit. Das kann zu jedem Zeitpunkt einer Hand passieren und beinhaltet häufig mehrmaliges Setzen. Den Bluff beim Online Poker unterscheidet man hauptsächlich zwischen einem echten Bluff, bei dem Sie keine Chance haben den Showdown zu gewinnen, wenn ein Gegner mitgeht und dem Semi-Bluff, wo Sie Möglichkeiten haben Ihre Hand zu verbessern und zu gewinnen, auch wenn Sie gecalled werden.

Der Semi-Bluff funktioniert, weil er dem Spieler 2 Möglichkeiten gibt eine Hand zu gewinnen. Entweder steigen Ihre Gegner aus und Sie holen den Pot - oder Ihre Gegner gehen mit und Ihre Hand verbessert sich beispielsweise zu Strasse oder Flush. Eine dritte Möglichkeit ist, dass eine "Scare Card" auf dem Turn oder River kommt, die Ihre Gegner veranlasst, nach einem späteren Einsatz Ihrerseits aus der Hand auszusteigen. Da es beim Semi-Bluff mehr als nur eine Möglichkeit zum Gewinnen gibt, kann ein Semi-Bluff profitabel sein. Mit einem echten Bluff bis zum Showdown durchzuziehen und zu hoffen, dass Ihr Gegner dann aussteigt, wäre unprofitabel, da solch ein Bluff nicht oft genug funktioniert. die Hauptüberlegungen, wann Sie bluffen sollten, sind die Zahl der Gegner, die Tendenzen dieser Gegner und die Struktur des Flops. Die Regel beim Bluffen ist, dass umso weniger Gegner Sie haben, desto größer Ihre Chancen sind mit dem Bluff den Pot zu gewinnen.

Einzelne Spieler würden wohl zu einem großen Prozentsatz folden - haben Sie aber mehrere Gegner, so steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mitgeht. Optimal ist also, wenn Sie gegen nur einen Gegner bluffen. Gegen 2 Gegner kann man einen Bluff in Betracht ziehen, wenn Sie "Outs" haben - bei noch mehr Gegnern sollten Sie sich ernsthaft überlegen zu folden und auf eine bessere Chance zu warten.

Sie müssen recht sicher sein, welche Gegner wahrscheinlich folden werden und Ihre Bluffs hauptsächlich gegen solche Spieler anwenden. Eine ebenso wichtige Überlegung beim Bluff ist die Struktur des Flops. Manche Flops sind geeigneter für Bluffs als andere. Wenn ein Flop "draw-lastig" (Flush oder Straight Draws) ist, sollten Sie weniger bluffen. Sie können nicht wissen, ob jemand seine Hand schon gebildet hat oder zum Beispiel einen Flush Draw hat. Dies könnte spätere Entscheidungen solch einer Hand wesentlich erschweren.

Im Gegensatz dazu ist ein "Trockener Flop", also ein Flop mit wenigen Draw-Möglichkeiten, besser zum Bluffen geeignet. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige, der Ihren Einsatz bezahlt, schon seine Hand gebildet hat, deutlich größer - was Ihnen die Chance gibt günstig aus Ihrem Bluff auszusteigen, wenn er nicht funktioniert. Wir fassen zusammen, dass es beim Bluffen immer besser ist, wenn Sie "Outs" haben, die Ihre Hand auch gewinnen lassen können, wenn jemand Sie called. Einige Hauptüberlegungen zu Bluff-Versuchen sind die Zahl der Gegner in der Hand, die Tendenzen dieser Gegner und die Struktur des Flops.

So, ich hoffe heute war wieder für jeden etwas dabei. Teilt den Beitrag gerne, wenn er Euch gefallen hat.

Gruß Christian

 

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