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Einführung in die Begriffe am Pokertisch

Fachbegriffe der Pokersprache verstehen lernen

Einführung in die Begriffe am Pokertisch (Bild: Pexels)

Die Welt des Pokers bedient sich eigener, spezieller Sprache, welche einem Anfänger eher unbekannt oder nicht ganz klar ist. Diese Artikelserie beschäftigt sich mit genau diesem Sachverhalt und möchte nach und nach verschiedenste Bereiche und Begriffe des Pokerspiels aufgreifen, um diese Wissenslücke zu schließen.



Kapitel 1: Spielertypen beim Pokern

In diesem Artikel sollen die Spielertypen, deren jeweiliger Stil und die zugehörigen Bezeichnungen erklärt werden. Um dies zu erreichen werden zuerst verschiedene Spielstile und Ihre Bezeichnungen eingeführt, um danach anhand dieser Spielstile eine Kategorisierung von Spielertypen vorzunehmen.

Für's Erste soll hier eine sehr grobe Kategorisierung für den Alltag an die Hand gegeben werden. In weiteren Artikeln wird tiefer auf spezielle Eigenschaften oder Spielweisen von einzelnen Spielern eingegangen. Zuerst werden generelle Spielweisen betrachtet, um im Anschluss diese speziellen Spielertypen zuzuordnen.

Fachbegriffe der Pokersprache verstehen lernen 

Grobe Einteilung in Spielweisen:


Tight: Ein Spieler wird als "tight" (engl. für "eng", "dicht","knapp","geizig") bezeichnet, wenn er sich dadurch auszeichnet, dass er wenige Hände spielt. Ein tighter Spieler wird eine große Anzahl an Händen bereits folden (weglegen) ohne einen Flop gesehen zu haben oder bei Antreffen von Gegenwehr der anderen Spieler.

Loose: Ein Spieler, der als "loose" (engl. für "locker") gilt, ist ziemlich genau das Gegenteil zu einem tighten Spieler. Man wird in oft als Mitspieler in Händen antreffen. Er schaut sich gerne einen Flop an, um zu sehen, ob seine Hand mit dem Board etwas Gutes bilden kann. In diesem Zusammenhang schreckt er auch vor höheren Pötten oft nicht zurück

Aggressive: Das Spiel eines "aggressive" (engl. für "agressiv") Spielers ist wie der Name schon sagt als agressiv anzusehen. Er wird oft in Händen eine aktive Rolle einnehmen und eher selbst Geld in den Pot setzen. Dies wird sichtbar durch häufiges Setzen zu vielen Zeitpunkten und gelegentlich auch das nochmalige Erhöhen einer bereits vor ihm geschehenen Erhöhung.

Passive: Ein "passive" (engl. für "passiv") Spieler tendiert dazu eine, wie der Name schon sagt, passive Spielweise an den Tag zu legen. Man wird ihn selten selbst erhöhen sehen, noch seltener wird er eine bereits vor ihm getätigte Erhöhung noch einmal erhöhen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass wenn er aktiv wird, er in der Regel ausschließlich mitgeht.

 

Grobe Einteilung in Spielertypen:


Der "TAG": Der TAG-Spieler steht für einen "tight-aggressive" Spielstil. Er wird nicht allzu viele Hände mitspielen, aber falls er mitspielt, wird er öfter eine agressive Rolle in der Hand einnehmen. Durch sein agressives Verhalten, wird er öfter versuchen Pötte für sich zu gewinnen, ohne eine Hand zeigen zu müssen. Sollte er dennoch zu einem Showdown gezwungen werden, wird er oft eine verhältnismäßig starke Hand zeigen, die es dann zu schlagen gilt.

Der "LAG": Der LAG-Spieler steht für einen "loose-aggressive" Spielstil und unterscheidet sich insofern vom TAG, dass er deutlich öfter in Händen zu finden ist. Er spielt eine deutlich größere Anzahl seiner Hände. Oft wird er Geld in den Pot setzen mit der Absicht ohne Showdown den Pot zu gewinnen. Sollte ihm dies nicht gelingen und er wird von einem Gegner zu einem Showdown gezwungen, so ist zu erwarten, dass er im Durchschnitt schlechtere Hände zeigen wird als sein spieltechnisches Pendant, der TAG, da er ein deutlich breiteren Bereich an Händen abdeckt.

Der "Reg": "Reg" ist die Abkürzung für "Regular" (engl. für "regelmäßiger Spieler" und bedeutet lediglich, dass es sich bei betreffendem Spieler um einen Spieler handelt, der oft an den Tischen zu finden ist. "Reg" trifft vorerst keine Aussage über die Spielanlage des Spielers. Es wird jedoch umgangssprachlich eher als Bezeichnung für einen guten Spieler benutzt, da man davon ausgeht, dass Spieler, die häufig spielen und sich mit ihrem Spiel beschäftigen, tendenziell besser werden.

Der "Rock": Der sogenannte "Rock" zeichnet sich durch eine tight, passive Spielanlage aus. Er wird generell selten in Pötten zu finden sein. Sollte er an einem Pot teilnehmen, so nimmt er fast ausschließlich auf eine passive Art und Weise am Spiel teil, indem er viel mitgeht und selten erhöht.

Der "Shark": Als Shark (engl. für "Hai") bezeichnet man lediglich einen Spieler, der als gut bis sehr gut eingeschätzt wird. Er kann durchaus verschiedenste Spielstile spielen oder vereinen, um sein Ziel zu erreichen. Generell würde man einen "Shark" als erfolgreichen Spieler bezeichnen. In der Spielanlage wird ein "Shark" aus verschiedensten Gründen eher einen aggressiven Spielstil verfolgen. Dies gibt es natürlich in verschiedensten Abstufungen.

Der "Fish": Analog zum Shark gibt es das Pendant, den Fisch. Fische sind generell mit vielen Spielstilen vertreten und werden als solche bezeichnet, da sie von den "Sharks" als Ziel ausgewählt und "gejagt" werden. Als Fisch wird ein Spieler bezeichnet, der als schwach oder schlecht eingestuft wird. Dies kann aus vielerlei Gründen der Fall sein – sei es Unerfahrenheit, Unkenntnis oder schlichtweg Spaß am Poker als Glücksspiel. In der Spielanlage wird ein "Fish" meist einen (zu) passiven Spielstil verfolgen. Natürlich gibt es auch dies in verschiedensten Abstufungen und man sollte im Hinterkopf behalten, dass eine grobe Kategorie natürlich kein Patentrezept darstellt.

Fachbegriffe der Pokersprache verstehen lernen

Nachdem ihr nun eine kleine Auswahl an groben Kategorisierungen vor euch seht, stellt ihr euch vielleicht die Frage, warum dies überhaupt getan wird. Eine generelle Kategorisierung der Spieler ist insofern hilfreich, dass man am Tisch die Spieler "in Schubladen stecken" kann, was das Leben etwas einfacher macht.


Hat man beispielsweise einen passiven Eindruck von einem Spieler gewonnen, so wird man etwas vorsichtiger agieren, wenn dieser Spieler eine Erhöhung durchführt. Beim Live-Pokern kann eine solche Kategorisierung helfen, wenn man den Spieler nach einigen Wochen an einem anderen Tisch wiedersieht, man sich aber vielleicht nicht speziell an einzelne Hände erinnern kann.

Online kann es euch noch viel mehr helfen, da es zwangsläufig über einen längeren Zeitraum dazu kommen wird, dass ihr Spieler immer mal wieder an eurem Tisch trefft und gegen sie spielen müsst. Eine kleine Markierung, die auf einen tighten oder loosen Spieler hinweist, kann in verschiedensten Situationen vielleicht den entscheidenden Unterschied zwischen mitgehen oder passen machen.

Natürlich sind solche Notizen immer mit Vorsicht zu genießen und nicht jeder Spieler spielt an jedem Tag gleich, aber meistens bleibt eine grobe Tendenz im Spiel eines Spielers erhalten, da ja meistens auch jeder Spieler eine gewisse Strategie verfolgt.

Die Serie "Begriffe am Pokertisch" dient euch zur ersten Orientierung in der Welt des Pokers und soll euch über viele Kapitel einige Denkanstöße mit an die Hand geben, um zuerst ein Verständnis für das Spiel zu gewinnen. Im weiteren Verlauf werden auch tiefere strategische Hilfen entwickelt, die zur Optimierung des eigenen Spiels dienen sollen.

 

So, ich hoffe dieser Artikel hilft Euch. Teilt ihn gerne mit Euren Freunden!
 
Gruß Obsession
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