Donnerstag 19 Oktober 2017

Auswahl der Starthände beim Hold'em Poker

Wie gut eine Starthand beim Hold'em ist, richtet nach verschiedenen Aspekten:

  • Wie viele Spieler sitzen am Tisch? Je mehr Spieler, desto stärker sollte die Starthand sein.
  • In einem Turnier oder Sit & Go ist es wichtig, wie weit das Spiel schon fort geschritten ist. Früh im Turnier sollte man sehr tight sein und nur mit den besten Startkarten mitspielen. Später im Turnier kann man seine Range ( Bandbreite an möglichen Starthänden ) dann nach und nach ausweiten.
  • Wie tickt mein Gegner? Gegen sehr tighte Gegner kann ich es eher mal mit einer marginalen Hand versuchen. Gegen loose Gegner die viel callen sollte ich höhere Anforderungen stellen.

Blutige Anfänger spielen meist viel zu viele Hände, einmal weil sie einfach mitspielen wollen, zum Anderen weil sie sich der Gewinn-Wahrscheinlichkeiten nicht bewußt sind.

An einem vollen Tisch können wir die Starthände in fogende Gruppen unterteilen:

Starthände der Gruppe 1
    
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Dies sind die besten 3 Starthände. Man sollte erhöhen um mehr Geld in den Pot zu bekommen und um das Weiterspielen für marginale Starthände zu teuer zu machen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass diese schlechteren Hände den Flop gut treffen und dann doch zu einer stärkeren Hand werden. Mit dem Einsatz schützt man sich sozusagen davor, dass andere marginale Hände glücklich treffen. Auch mit diesen sehr guten Starthänden sollte man sich den Flop genau ansehen und nach möglichen Draws Ausschau halten. Ein Flop mit 3 aufeinander folgenden Karten wie 6,7,8 ist zB. gefährlich weil mit 9,10 5,9 und 4,5 schon einige Strassen möglich sind. Bei nur zwei aufeinander folgenden Karten im Flop, wie zB. 4,5,10 oder 2,8,9 oder 6,10,J ist zumindest ein Straight-Draw möglich. Ein Flop mit 3 Karten der gleichen Farbe macht einen fertigen Flush möglich, bei nur 2 Karten der gleichen Farbe ist ein Flush-Draw beim Gegner möglich. Wenn der Flop nun ungefährlich ist, sollte mit diesen Starthänden weiter geraist werden.

Starthände der Gruppe 2
    
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In dieser 2. Gruppe sind die Starthände auch noch sehr stark, aber natürlich kann einer der Gegner eine Hand aus der ersten Gruppe halten. Für gewöhnlich sollte man normal-hohe Einsätze der Gegner callen und sich dann am Flop und dem Verhalten der Gegner weiter orientieren. Deine Starthand wird mehr wert, wenn deine beiden Karten "suited" sind ( die gleiche Farbe haben ), als zB. zwei Pik-Karten.

Starthände der Gruppe 3
    
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Mit den Starthänden dieder 3. Gruppe sollte man sehr hohe Einsätze der Gegner nicht mehr zahlen. Häufig hat ein Gegner eine bessere Starthand. Also kein guter Moment für übertriebene Agression. Wenn man den Flop nicht sehr gut trifft sollte man hier nicht allzu viel riskieren.

Starthände der Gruppe 4
    
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Als Anfänger solltest du die Starthände dieser 4. Gruppe besser nicht spielen, es sei denn du kannst den Flop sehr günstig sehen. Bei den Kombinationen mit As und einer niedrigen Beikarte sollte man sich des Kicker-Problems bewußt sein, selbst wenn man ein As im Flop trifft, ist man häufig gegen ein anderes As mit besserer Beikarte geschlagen. Für solch eine Hand spricht wenn sie suited ist, also die andere Karte die gleiche Farbe hat und man so eine höhere Chance auf einen Flush hat.

Starthände der Gruppe 5
    
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Die Starthände dieser letzten Gruppe sind höchstens für fortgeschrittene Spieler geeignet, die sich der Gefahren bewußt sind. Wenn man hier nichts trifft, wird man kaum eine Hand gewinnen können. Lediglich wenn man den Flop sehr günstig sehn kann, sollte der erfahrene Spieler sich damit den Flop anschauen.

PS: Bei allen hier angegebenen Suited-Kombinationen, also 2 Karten der gleichen Farbe, ist es egal ob das nun Pik, Karo, Kreuz oder Herz ist.

Viel Erfolg an den Tischen!

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